Inklusionsunternehmen kurz erklärt

Als Inklusionsunternehmen gelten nach SGB IX § 132 ff. (ab 01.01.2018 § 215 ff.) Unternehmen, bei denen 25-50 % Mitarbeitende mit Behinderung beschäftigt sind. Sie sind jedoch reguläre Marktteilnehmer, die allein durch die Qualität ihrer Dienstleistungen und Produkte überzeugen müssen. Die vom Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) Baden-Württemberg geförderten Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung sind sozialversicherungspflichtig und ermöglichen den Mitarbeitenden den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt.

Faktencheck

  • Gesunde mittelständische Unternehmen von 12-210 Mitarbeitern
  • Rentabilität hat oberste Priorität
  • Überwiegende Finanzierung durch Markterlöse
  • Finanzielle Begleitung durch den KVJS
  • Beschäftigungsperspektiven für Menschen mit Behinderung im allgemeinen Arbeitsmarkt

Branchenvielfalt

Produktionsbetriebe:

Zulieferbetriebe für die Industrie (Metallverarbeitung, Elektronik), Hersteller von Produkten für Endverbraucher

Dienstleistungen:

Hotellerie, Gastronomie, Lebensmittelmärkte, Computerrecycling, Gebäudereinigung, Garten- und Landschaftspflege, Wäscheservice, Catering, Gemeinschaftsverpflegung, Kommissionierung etc.

Unternehmensdaten 2015

Anzahl der Unternehmen: 80

Umsatz: 161.600.000 €

Rohertrag: 76.050.000 €

Fördermittel (öffentlich/private Stiftungen/Lotterie etc.) 17.254.000 €

Anzahl Mitarbeitende: 3.620

Anzahl Menschen mit Schwerbehinderung: 1.984

Beschäftigungsquote (Menschen mit Schwerbehinderung) im Durchschnitt: 54 %