Michael Huber – Pause als größte Herausforderung

Der Aspichhof ist fruchtbarer Boden für Naturprodukte aller Art. Wann immer man einen Traktor durch die Landschaft sausen sieht, darf man Michael hinter dem Steuer vermuten. Er würde am liebsten von morgens bis abends Gas geben. So lässt sich wohl auch seine Behauptung verstehen, das Pausemachen sei seine größte Herausforderung.

Michaels Familie hat zwar einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb, aber das Traktorfahren hat der Unermüdliche in Ottersweier gelernt. Im Sommer mulcht er deshalb so gern, weil er dann den ganzen Tag auf dem Schlepper sitzen kann. Ansonsten lautet seine Jobdefinition offensichtlich „Mädchen für alles“: Er setzt Bäume, schüttelt die Kirschen für den Schnaps, macht die schwere Stallarbeit und hilft im Hofladen aus. Die Kunden danken ihm seinen Einsatz ausdrücklich, wie er zu berichten weiß. Vielfältige Aufgaben und geregelte Arbeitszeiten haben Michael zufriedener gemacht.

Doch Reden ist Silber, Handeln ist Gold. Elegant schwingt sich Michael wieder auf seinen hohen Fahrersitz und dreht auf. Das kraftvolle Motorengeräusch verliert sich hinter der Kirschplantage. Zurück bleibt ein Energiefeld. Es fühlt sich gut an.